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Ein SaaS hosten: Vercel oder Cloud Run — wann was wählen

Vercel für das Next.js-Frontend, Cloud Run für die NestJS-API: Kosten, Skalierung und Anwendungsfälle für die richtige Hosting-Infrastruktur deines SaaS.

6 Min. Lesezeit

Um ein modernes SaaS zu hosten, gewinnt am häufigsten die Kombination Vercel für das Next.js-Frontend und Cloud Run für die NestJS-API. Vercel deployt dein Frontend ohne Konfiguration in ein globales Edge-Netzwerk; Cloud Run betreibt dein Backend in einem Container, mit Scale-to-Zero und voller Kontrolle über die Runtime. Der Rest ist eine Frage von Kosten, Last und Produkttyp. So entscheidest du.

Vercel: das Next.js-Frontend ohne Reibung

Vercel ist die Plattform der Next.js-Macher. Ein git push genügt: Build, Deployment, globales CDN, HTTPS, Previews pro Branch und sofortiges Rollback sind inklusive. Für ein React/Next.js-Frontend gibt es nichts zu administrieren.

  • •SSR, ISR und Edge Functions nativ verarbeitet, so nah wie möglich am Nutzer.
  • •Preview Deployments bei jedem Pull Request: du testest vor dem Merge.
  • •Ideal für Marketing-Sites, Dashboards und das Frontend eines SaaS.
  • •Grenze: die Server-Ausführung ist für kurze Funktionen gedacht, nicht für ein schweres Backend oder lange Tasks.

Cloud Run: die API und die schwere Arbeit

Cloud Run (Google Cloud) betreibt jeden Docker-Container und stellt ihn über HTTPS bereit. Es ist der natürliche Ort für eine NestJS-API, eine PostgreSQL-Verbindung über Prisma, Jobs, Webhooks oder KI-Verarbeitung, die mehrere Sekunden dauert. Du behältst die Kontrolle über Runtime, Speicher und CPU.

  • •Scale-to-Zero: kein aktiver Container, keine Rechnung, wenn niemand die API aufruft.
  • •Automatisches Hochskalieren auf Tausende Instanzen bei einem Peak.
  • •Requests bis zu 60 Minuten: perfekt für lange Verarbeitungen und KI.
  • •Kein starkes Lock-in: ein Standard-Container lässt sich ohne Neuschreiben woanders deployen.

Kosten: was du wirklich zahlst

Beide Plattformen haben ein großzügiges kostenloses Kontingent und rechnen nach Nutzung ab. Konkret für ein startendes SaaS:

  • •Vercel: kostenlos für ein persönliches Projekt, dann ~20 $/Monat pro Mitglied im Pro-Plan. Die Rechnung steigt mit Bandbreite und Funktionsausführung.
  • •Cloud Run: abgerechnet nach Request, CPU und verbrauchtem Speicher. Ein Backend mit wenig Traffic kostet dank Scale-to-Zero oft nur wenige Euro im Monat.
  • •Einfache Regel: solange der Traffic gering ist, bleibt die Summe beider unter 50 €/Monat. Sie wächst proportional zur Nutzung, nicht in überraschenden Stufen.
Die richtige Frage ist nicht „welche Plattform ist am günstigsten“, sondern „welche lässt dich liefern und skalieren, ohne darüber nachzudenken“.

Skalierung: kalt und heiß

Vercel fängt Traffic-Spitzen im Frontend ohne Konfiguration ab: das CDN liefert statische Inhalte und die Funktionen skalieren automatisch. Cloud Run bietet dieselbe Elastizität im Backend, führt aber einen Cold Start ein (die Zeit, einen schlafenden Container zu wecken) — einige hundert Millisekunden, reduzierbar, indem man für geringe Zusatzkosten eine minimale warme Instanz hält.

Wann was wählen

  • •Next.js-Frontend, Marketing-Site, Dashboard: Vercel, ohne Zögern.
  • •Business-API, Datenbank, Webhooks, KI, lange Tasks: Cloud Run.
  • •Komplettes SaaS: beide, jeweils auf ihrem Terrain — das ist der Stack, den wir bei Khufu standardmäßig deployen.
  • •Ultraeinfaches Produkt ohne eigenes Backend: Vercel allein kann anfangs genügen.

Bei Khufu ist diese Vercel-+-Cloud-Run-Architektur die, die wir in unseren in 7 Tagen für 15 000 € gelieferten V1 in Produktion bringen: ein schnelles Frontend, eine API, die skaliert, und eine Hosting-Rechnung, die sich an deinem realen Traffic orientiert.

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